Schulmühle

Für die praktische Vertiefung von Lehrinhalten verfügt unsere Schule über eine eigene Schulmühle.

Hier sind die wichtigsten Maschinen der Hauptsparten der Müllerei aufgestellt. Dieses dient auch dazu, den Schülern aus den jeweiligen anderen Sparten die Maschinen und Funktionsweisen im fachpraktischen Unterricht näher zu bringen.

Der Maschinenpark lässt sich in vier Bereiche gliedern:

1. Materialaufgabe

Warenannahme mit Druckpneumatik
Warenannahme mit Druckpneumatik
Produktaufgabe an der Saugpneumatik
Produktaufgabe an der Saugpneumatik

Die Materialaufgabe besteht aus einem Ausschüttbehälter mit drehzahlverstellbarer Dosierschnecke und Aspiration. Die Förderung erfolgt druckpneumatisch über Drehkolbengebläse und Durchblasschleuse. Von dort aus kann mittels Rohrweichen in unterschiedliche Bereiche der Mühle gefördert werden.

Der Bereich der Lagerung umfasst vier kleinere Behälter. Zwei davon sind jeweils über der automatischen Getreidewaage und dem Volumendosierer angeordnet. Ein weiterer ist als Abstehbehälter mit Mehrfachausläufen ausgestattet. Die Dosierung, z. B. in die Feinmühle, erfolgt über eine moderne Differential-Dosierwaage. Der vierte Behälter dient zur Lagerung schwerfließender Produkte.

Über dem Behälterblock sorgt ein Drehrohrverteiler für die fernsteuerbare Produktwegauswahl. Zur Förderung der Produkte stehen auch die wichtigsten mechanischen Förderer zur Verfügung: Elevator, Trogkettenförderer und Schnecke.
Die Reinigung kann mittels Kreissieb mit Steigsichter, Steinausleser und Trieur erfolgen. Zur Auslese ferromagnetischer Beimengungen sind mehrere Magnete eingebaut. Ein Dächertrockner mit Austragsteuerung repräsentiert die Durchlauftrocknung.

2. Mehlmühle

Kontrolle Mineralstoffgehalt
Kontrolle Mineralstoffgehalt
Kontrolle Plansichtersiebe
Kontrolle Plansichtersiebe

Die Mehlmühle, auch Feinmühle genannt, ist zu Demonstrationsszwecken als Rückschüttmühle ausgelegt. Bei den Mahlversuchen werden die Produkte nach jeder Passage in Säcke abgefangen, um die Beurteilung der Zwischenprodukte und deren weitere Führung zu vermitteln.

Das System besteht aus:

  • einem doppeltem Walzenstuhl (Riffel / Glatt) mit Vorbehältern
  • einem vierteiligen Quadratplansichter
  • einer doppelten Grießputzmaschine
  • einem Trommelauflöser
  • einem Stratoauflöser
  • einer Paradox-Kleieschleuder
  • einer Vibro-Kleieschleuder
  • einem Ausschüttbehälter mit Dosierschnecke und Saugpneumatik
  • Lufttechnik besteht aus ND- und HD-Lüfter und Saugschlauchfilter sowie Abscheidern und Schleusen
  • einer 10-teiligen Absackbank.

Für die Backschrotherstellung sind noch ein Kornschneider und eine Condux Zahnscheibenmühle mit Vibrorinnenspeisung vorhanden. Für die Zerkleinerung wird eine Turbomühle mit variabler Umfangsgeschwindigkeit benutzt.

3. Mischfuttermühle

Mischfuttermuehle
Mischfuttermuehle
Hammermühle
Hammermühle

Die Mischfuttermüllerei wird durch folgende Maschinen repräsentiert:

  • 1 Hammermühle
  • 1 Schnellmischer
  • 1 einlagiges Vibrationssiebwerk
  • 1 Ringmatrizenpresse mit Konditionierschnecke und elektrischem Dampfkessel
  • 1 Flachmatritzenpresse
  • 1 Versuchskühler mit Gegenstromprinzip und Drehzahlvariablem Ventilator

Die Produktförderung erfolgt aus Platzgründen druckpneumatisch mittels Seitenkanalverdichter, Durchblasschleuse, Vibrorinnendosierung oder saugpneumatisch. In diesem System sind ebenfalls MD- und HD-Lüfter eingebaut und ein moderner Düsentaschenfilter sorgt für die Luftreinigung. Dadurch können die beiden wichtigsten Filterkonstruktionen (zusammen mit dem Saugschlauchfilter der Feinmühle) demonstriert werden. Auch hier sind natürlich Abscheider und Schleusen integriert.

4. Schälmühle

Tarar
Tarar
Stratoschäler
Stratoschäler

Aus dem Bereich der Schälmüllerei sind folgende Maschinen vertreten:

  • 1 Fliehkraftschäler mit nachgeschaltetem Tarar zur Schalenseparation
  • 1 Paddy-Planausleser für Versuchszwecke mit verschiedenen Kammerböden
  • 1 Trommelgrützeschneider mit zwei verschiedenen Lochdurchmessern
  • 1 Laborprallschäler
  • 1 kleine Haferquetsche

Eine horizontale Schälmaschine mit Schmirgelrotor ermöglicht das Schälen von Gerste und die Oberflächenbearbeitung von Weizen und Roggen. Der Glattwalzenstuhl wird auch zum Flockieren verwendet.

In der angegliederten Werkstatt können Übungen im Fallrohrbau und das Bespannen von Plansichtersieben durchgeführt werden. Das Versuchsmodell eines elektropneumatischen Klappkastens ermöglicht die Vermittlung von Grundlagen der Automatisierung.

Ergänzt wird der fachpraktische Unterricht im Schullabor.