10.07.2017

Abschlussfahrt der NMü 14.2.b zu J. Müller in Brake

Die Autoren von l.n.r.: von Jens Hörnschemeyer, Daniel Pigorsch, Marc Schroeder

Am 04.07.2017 kamen wir nach längerer Anreise mit dem Bus am Umschlagshafen in Brake an. Dort stieg Herr Röver zu, um uns das sehr weitläufige Betriebsgelände näher zu bringen und uns die Superlative der Hafenanlage aus nächster Nähe zu zeigen.

Zunächst konnten wir uns einen Eindruck über die Produktvielfalt und die aufwendige Probenahme bei Schiffsentladungen im Rückstelllager verschaffen. Im Anschluss beobachteten wir sowohl das Entladen eines Frachters mittels Saugpneumatik und im Umkehrschluss das Beladen eines Schiffes mittels beweglichem Fallrohr.

Unter den 90m hohen Zellen von Europas größtem Lager für Getreide und Futtermittel befanden sich weitläufige Katakomben, die einem die unglaublichen Ausmaße vor Augen führten. Ebenso waren die Fördereinrichtungen, wie z.B. die Trogkettenförderer, an die enormen Anforderungen hinsichtlich Fördermengen und Länge der Produktwege angepasst. Einen bleibenden Eindruck haben ebenfalls die Flachlagerhallen hinterlassen. Diese waren so groß, dass sie problemlos mittels Reisebus befahren werden konnten. Dort waren dann aus nächster Nähe die Maßnahmen zur Gesunderhaltung der dort lagernden Produkte zu begutachten.

So befanden sich in jeder Getreideaufschüttung Messsonden zur Temperatur-überwachung. Ebenso standen entsprechende Anlagen zur Belüftung und Kühlung bereit, sofern dies notwendig sein sollte. Im Anschluss konnten wir die Steuerzentrale, das Herzstück der Warenannahme, -ausgabe und –einlagerung besichtigen. Hier kann mittels beindruckender Visualisierung auf zahlreichen Monitoren alle Zellenfüllstande bzw. die Füllhöhe in den Flachlagern veranschaulicht werden. Dazu wird modernste Radar- und Sonartechnik verwendet. Ebenso werden hier das Be- und Entladen der Schiffe sowie sämtliche Wartungsarbeiten koordiniert.

Im Anschluss befuhren wir noch den neuen, 2009 fertiggestellten Hafenteil, den Niedersachsenkai. Hier werden hauptsächlich Stahl, Windkraftanlagenteile und sonstige Spezialgüter umgeschlagen.

Auf dem Gelände befinden sich zusätzlich noch einige Anlagen für Schwefellagerung und –bearbeitung. Damit wir unsere zahllosen Fragen noch stellen konnten, haben wir uns im  Anschluss im Seemannsclub eingefunden. Wir sahen einen kurzen Film sowie eine Power-Point-Präsentation über die Firma J. Müller. Wir wurden gut versorgt mit belegten Brötchen, kalten Getränken und Kaffee und möchten uns herzlich bei Frau Prieske, Herrn Röver und der Firma J. Müller bedanken. Wir hatten einen wirklich eindrucksvollen Tag.

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